Gartenprojekt „Eastend“: Nachhaltigkeit zum Anfassen

Verschiedene bunte Kürbisse und Äpfel aind dekorativ auf einer Schubkarre aufgestapelt.

In der Leipziger Kleingartenanlage KGV Ostende e.V. wächst ein besonderes Lernort heran. Das Gartenprojekt „Eastend“ verbindet ökologisches Gärtnern mit praktischer Umweltbildung. Auf vier Gartenparzellen erleben Kinder und Jugendliche hautnah, wie die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen im Alltag umgesetzt werden können.

Das Angebot richtet sich gezielt an Kitas, Schulen und Träger der Jugendarbeit, steht aber auch der Nachbarschaft offen.

Grüner Lernort

Das Projekt des Trägervereins Querbeet Leipzig e. V. bietet einen Raum für Begegnung und Selbstwirksamkeit. Ob beim ökologischen Anbau von Gemüse, beim Bauen mit Werkzeugen oder beim gemeinsamen Verarbeiten der Ernte – das „Eastend“ macht Nachhaltigkeit begreifbar. Kinder und Jugendliche lernen altersgerecht, wie eine selbst angebaute Paprika die Welt verändern kann und welche Auswirkungen das eigene Handeln in größeren ökologischen, ökonomischen und sozialen Zusammenhängen hat.

Zwei Jugendliche stehen auf einer Wiese und haben selbstbedruckte Jutebeutel umgehängt. Die Gesichter sind nicht zu sehen.
Im Sommerferienprojekt „Färben mit Pflanzen“ wurden T-Shirts, Kissen oder Beutel kreativ gefärbt und bedruckt. Foto: Querbeet e.V.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Themen Selbstwirksamkeit und aktives Mitwirken. Die Teilnehmenden können einen grünen Ort nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten und neue handwerkliche Tätigkeiten wie Bohren und Sägen ausprobieren. Dazu erlernen sie wichtige soziale Werte wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und einen guten Umgangston fernab des gewöhnlichen Schulalltags. Ein eigens errichteter Schaukasten dient der Projektpräsentation und wird aktiv genutzt, um Obst und Gemüse  tauschen oder abzugeben.

Vielfältiges Programm mit Projekttagen und Workshops

Das Programm im vergangenen Jahr umfasste Projekttage für Schulklassen und Ferienprogramme, Workshops zur Pflanzenkunde oder handwerklichen Bauprojekte. Besondere Formate wie „Social Days“, bei denen Unternehmen das Team bei Baumaßnahmen unterstützen, trugen diese Einsätze zur Sichtbarkeit des Projektes auch außerhalb des Stadtgebiets bei.

Auf einer Leine im Garten hängen bedruckte Blätter Paoier zum Trocknen. Im Hintergrund stehen Sonnenblumen in voller Blüte.
Sommerprogramm im Eastend-Garten. Foto: Querbeet e.V.

Langfristige Sicherung durch breite Förderung

Das Gartenprojekt „Eastend“ startete 2023 (zunächst unter dem Titel „Kinderzukunftsland“) im Rahmen des Programms KoMoNa des Bundesumweltministerium. Seit 2025 erhält das Projekt Fördermittel vom Amt für Umweltschutz der Stadt Leipzig, der Heidehof Stiftung und weiterer Institutionen. Die Stiftung Leipzig hilft Kindern unterstützte das Projekt 2025 mit einer Fördersumme von 3000 Euro.

Auch 2026 wird das Projekt nach Vereinsangaben fortgeführt.


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